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Überfüllung, Nichtbeförderung, Videoüberwachung? Zahlreiche Beschwerden über Schülertransport zur KGS Schwarmstedt | Schmidt: "Alle Beteiligten müssen an einen Tisch - Eltern und Schüler haben Anspruch auf einen sicheren Busverkehr!"

Maximilian Schmidt

Maximilian Schmidt

06. Januar 2012 0 Kommentare

Mit Besorgnis hat der Winser Kreistagsabgeordnete Maximilian Schmidt Elternberichte zur Situation beim Schulbusverkehr aus dem Westkreis zur KGS Schwarmstedt aufgenommen. Betroffene Schüler berichten wiederholt von einem überfüllten Bus und davon, dass wiederholt Kinder nicht mit dem Bus mitgenommen wurden. "Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar - ein regelmäßig bis zum absoluten Maximum gefüllter Bus kann zum Risiko für die Kinder werden!", sagt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion.

Hintergrund des Schülertransports nach Schwarmstedt ist die Zahl von mittlerweile 153 Kindern aus dem Landkreis Celle, die die KGS im benachbarten Heidekreis besuchen. Jeden Morgen bringt ein Bus die Kinder aus dem Westkreis ab 6.30 Uhr zur Schule - für 151 Kinder wurden vom Landkreis Schülersammelzeitkarten ausgegeben, für 157 Sitz- und Stehplätze ist der eingesetzte Gelenkbus ausgelegt. "Der eingesetzte Bus wird alltäglich bis fast zur Kapazitätsgrenze gefüllt - dabei muss bedacht werden, dass die Schülerinnen und Schüler alle mit Ranzen, Rucksäcken und weiteren Gepäckstücken - wie zum Beispiel Sportzeug - bestückt sind. Im Ergebnis wird zwar de jure die Kapazitätsgrenze eingehalten, de facto ist der Bus aber überfüllt.", so Schmidt.

Die Folge ist, dass nach Elternberichten immer wieder Schüler stehen gelassen werden, da der Bus an den später angefahrenen Stationen bereits überfüllt ist. Außerdem soll es zu Rangeleien und Sachbeschädigungen gekommen sein. "Das geht natürlich nicht in Ordnung - und es ist gut, dass die Schule auf dieses Verhalten der Schülerinnen und Schüler reagiert und die Eltern angeschrieben hat.", stellt Schmidt klar. Die CeBus reagierte auf den vollen Bus allerdings lediglich mit der Einrichtung einer Videoüberwachung - die Buskapazität wird aber nicht erweitert.

Zur Klärung des Sachverhalts hatte Schmidt bereits Ende November die Kreisverwaltung befragt - diese berichtete, dass seit Anfang November keine Beschwerden mehr eingegangen seien. "Mittlerweile gibt es aber neue Berichte: Zuletzt kurz vor Weihnachten sind 4 Kinder in Jeversen stehengeblieben - schon auf der Route ab Winsen ist der Bus voll.", berichtet Schmidt. Seine Forderung: "Hier muss endlich Abhilfe geschaffen werden. Eltern und Schüler haben Anspruch auf einen sicheren Busverkehr! Deswegen gehören alle Beteiligten an einen Tisch: CeBus, Landkreis, Schule, Eltern, Schüler - genauso richtig ist es, dass engagierte Eltern mittlerweile eine zentrale Beschwerdeliste führen. Wenn die Kapazität nicht ausreicht, muss für einen Übergangszeitraum ein größeres Busangebot vorgehalten werden. Und dieser Vorgang zeigt nochmals, wie dringend wir endlich mindestens eine Gesamtschule im Landkreis Celle brauchen!", so Schmidt.



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