StartAktuellNachrichtenScheinheilig: Herr Otte hat sich schulpolitisch kaum hervorgetan - und so agiert er jetzt auch.

Scheinheilig: Herr Otte hat sich schulpolitisch kaum hervorgetan - und so agiert er jetzt auch.

Maximilian Schmidt

Maximilian Schmidt

27. Januar 2012 0 Kommentare

Dass die Celler CDU in Person von Herrn Kreisvorsitzenden Henning Otte jetzt schon soweit geht, den eigenen Landrat unter Druck zu setzen, sagt nach Ansicht von SPD-Kreistagsfraktionschef Maximilian Schmidt mehr über Herrn Otte als über die CDU: "Wir haben in den letzten Wochen intensiv verhandelt - immer mit einem realistischen Blick auf die künftige Schullandschaft.", sagte SPD-Kreistagsfraktionschef Maximilian Schmidt.

"Der von Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und Landrat Klaus Wiswe als Verhandlungsführern erarbeitete Kompromiss ist ein Beitrag zu einer echten Fortentwicklung der Schulstruktur. Sowohl der Kreisausschuss als auch der Verwaltungsausschuss haben mit großen Mehrheiten den Änderungsvertrag zur Annahme in Kreistag und Stadtrat empfohlen. Dass Herr Otte, von dem in Schulfragen bisher nichts zu hören war, jetzt realitätsferne Änderungen fordert, zeigt, dass er weder die Sachlage kennt, noch an einer sachlichen Bewältigung der Herausforderungen interessiert ist.", so Schmidt.

Mit dem Verhandlungsergebnis von OB Mende und LR Wiswe bestünde die Chance, über Jahre eine echte Weiterentwicklung der Schulen zu erreichen: "Niemand braucht Sorge zu haben: Alle jetzigen Schülerinnen und Schüler genießen Vertrauensschutz, sie können an ihrer Schule regulär ihren Abschluss machen. Ab 2012 und dann ab 2014 gehen mit den Oberschulen und der Integrierten Gesamtschule neue Schulformen an den Start, beginnend mit den fünften Klassen und in den Folgejahren aufwachsend. Damit wird die Wahlfreiheit der künftigen Eltern gestärkt - und sie werden durch die Elternbefragung beteiligt, ob und wo die Gesamtschule entstehen soll. Die gymnasiale Vielfalt bleibt erhalten, kein Gymnasium wird automatisch geschlossen. Im Gegenteil: Die Schulen sind jetzt gefordert, sich aktiv um Kooperationen mit anderen Schulen zu bemühen. Nichts anderes steht im Vertragsentwurf - genau das haben Herr Mende und Herr Wiswe in aller Deutlichkeit klargestellt!", so Schmidt.

Zu den Einlassungen von Herrn Otte erklärte Schmidt abschließend: "Was Herr Mende und Herr Wiswe als Verhandlungsführer und die beteiligten Kommunalpolitiker erreicht haben, ist ein ordentliches Ergebnis. Was Herr Otte präsentiert, ist eine scheinheilige Ankündigung. Jemand, der angesichts des demografischen Wandels verspricht, dass alles so bleiben kann, wie es ist, verhält sich unredlich. Wer wissentlich die Realität ausblendet und die Zukunft verdrängt, stärkt nicht unbedingt das Vertrauen in Politik. Genau das Gegenteil haben wir mit der Schulreform aber vor: Wir wollen die Zukunft gestalten."



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