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Celler SPD: „Sozialdemokratie zeigt klare Kante, CDU driftet ab nach rechts“

Die vier Kandidaten der SPD im Celler Land für die Bundestagswahl und die Landtagswahl ziehen gemeinsam ein positives Fazit des SPD-Bundesparteitages am Sonntag in Dortmund: „Klare Inhalte und ein überzeugender Auftritt des Kanzlerkandidaten Martin Schulz – diese Botschaften werden überzeugen“, zeigt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann gewiss. Der Listenkandidat und frühere Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, der wie Kirsten Lühmann und Maximilian Schmidt den Bundesparteitag vor Ort verfolgte, betonte: „Anders als die CDU sagen wir, wo wir in der Zukunft hin wollen: bei der Steuer, bei der Rente, bei der Bildung – klare Kante bei uns, völlige Fehlanzeige bei der CDU. Frau Merkel allein reicht als Programm nicht aus, das ist nicht genug für Deutschland und nicht genug für Europa. Wir werden das im Wahlkampf deutlich machen!“

Der Celler SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt ist sich sicher: „Die SPD ist auf der Langstrecke unterwegs, wir gewinnen in der 2. Halbzeit. Wer sich noch an die Aufholjagd von Gerhard Schröder vor 12 Jahren erinnert, weiß: Ein großer Abstand in Umfragen bedeutet gar nichts, der Wahlkampf im Schlussspurt entscheidet. Wir kämpfen für Wahlsiege, nicht für Umfragesiege.“ Auch Jörg Rodenwaldt, Direktkandidat der SPD für den Landtagswahlkreis Stadt Celle, Hambühren und Wietze geht optimistisch in die Wahlauseinandersetzung: „Die SPD hat große Geschlossenheit demonstriert, das Wahlprogramm wurde ohne Gegenstimme verabschiedet. Die inhaltlichen Debatten wurden im Vorfeld intensiv geführt, 1900 Anträge zum Wahlprogramm machen deutlich, dass wir als SPD kein Kanzlerwahlverein sind, sondern Probleme gemeinsam und solidarisch lösen können.“

Neben Ihrer gemeinsamen Bewertung des Parteitages tauschten sich die vier Kandidaten auch über den in Celle gegründeten Landesverband des „Freiheitlich-konservativen Aufbruchs“ der CDU in Celle aus. „Die CDU hat ein Problem auf ihrer rechten Flanke“, konstatiert Schmidt. „Rechts blinken und sich ansonsten Durchwursteln ist kein Ersatz für klare Inhalte. Das macht deutlich, dass es der CDU ausschließlich darum geht, AfD-Wähler anzusprechen und sich bei denen Liebkind zu machen“, sagt Mende dazu. Die Celler SPD fordert das Bundesvorstandsmitglied der CDU Henning Otte MdB auf, solche Ultrarechten in seiner Partei nicht zu hofieren, sondern klare Kante zu zeigen: „Wieder wird der Eindruck bestätigt, dass Herr Otte anders als seine Chefin Frau Merkel nicht willens ist, sich klar von rechten Positionen innerhalb und außerhalb der CDU abzugrenzen. Auch vor der Kommunalwahl hat er sich geweigert, sich klar von der AfD abzugrenzen, geschweige denn eine Koalitionsaussage zur AfD zu treffen. Otte steht damit für eine CDU, die offen nach rechts schwenkt.“

Kirsten Lühmann ergänzte: „Der von den Rechten in der CDU gewollte Markenkern ist ein Zurück in die 50iger Jahre des letzten Jahrhundert mit einer Frauenrolle, die nicht mit unserem Grundgesetz in Übereinstimmung zu bringen ist, mit einem Wirtschaftsleitbild, dass die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern fortschreibt – wenn Herr Otte damit keine Probleme hat, dann ist das bezeichnend.“ Mit diesem Verständnis, das Herr Otte für den ultrakonservativen Kreis an den Tag legt, falle er seiner Bundesvorsitzenden Merkel jedenfalls deutlich in den Rücken. „Eine einige CDU sieht anders aus, neben CDU und CSU ist jetzt auch noch die FKA in der Union zu Hause? Geschlossenheit bei der Union – Fehlanzeige!“