SPD-Unterbezirk Celle

Ihre SPD im Landkreis Celle

Starke Wirtschaft, gute Arbeit, Mobilität und Infrastruktur für alle sichern

Neben den großen standortprägenden Firmen bilden vor allem kleine und mittlere Unternehmen das Rückgrat der Wirtschaft im Celler Land. Unser Ziel ist eine passgenaue Wirtschaftsförderung, die den Schwerpunkt auf die Förderung von guter Arbeit, nachhaltigem Wirtschaften und innovativen Produkten setzt. Im Standortwettbewerb zwischen den Städten und Gemeinden sehen wir den Landkreis in einer besonderen Verantwortung: Die Kreisebene muss den Ausgleich organisieren und die Interessen gerade im überregionalen Marketing bündeln. Um unsere Region wirtschaftlich zu stärken, bleibt eine gemeinsame Wirtschaftsförderung insbesondere von Stadt und Landkreis Celle unser Ziel.
Gute Wirtschaftspolitik funktioniert nicht mit kleinen und gestreuten Beträgen, sondern mit passgenauen Investitionen. Deshalb wollen wir im Landkreis Celle noch stärker von der Förderkulisse in Land, Bund und EU profitieren und diese Instrumente bündeln. Zentral ist hierbei die weitere Festigung unserer Position im erweiterten Wirtschaftsraum Region Hannover sowie der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Bestehende wirtschaftliche Schwerpunkte wollen wir stärker fördern und vernetzen. Grundlage einer starken Wirtschaft ist eine starke Bildungslandschaft – deshalb setzen wir uns weiterhin für die Ansiedlung eines Hochschulangebots im Celler Land ein.
Zu einer erfolgreichen Wirtschaft gehört eine gute Infrastruktur – gerade im Verkehrsbereich. Deswegen ist die Vollendung des Baus der neuen Ostumgehung unverzichtbar. Dabei gilt es pragmatische Lösungen für den Lärmschutz zu finden. Aber auch noch weit in der Zukunft liegende Verkehrsprojekte wollen wir weiter fördern: Neben dem Bau der A39 können wir uns auch eine Verlängerung der A27 zur besseren Anbindung unseres Landkreises vorstellen. Fest steht für uns: Wir wollen nicht, dass das Celler Land bei der Verkehrsinfrastruktur abgehängt wird.
Ebenso ist uns der Erhalt und Ausbau der bestehenden Kreisstraßen wichtig. Wir wollen den Straßen- und Radwegebau kontinuierlich fortsetzen, um einen Sanierungsstau abzuwenden. Radewegebau dient dabei auch der Verkehrssicherheit – aber das allein genügt nicht. Zwar sind die Unfallzahlen im letzten Jahr erfreulich niedrig, jedoch ist jeder Verkehrstote, jede Schwerverletzte eine Person zu viel. Daher begrüßen wir bundesgesetzliche Regelungen, die uns vor Ort mehr Spielraum geben. Es darf nicht sein, dass es erst zu einem schweren Verkehrsunfall kommen muss, bevor eine Gefahrenstelle entschärft werden kann. Wir werden uns daher für vorbeugende Maßnahmen einsetzen, damit erst gar keine neuen Unfallschwerpunkte entstehen und unsere Straßen sicherer werden.
Die Schienenstrecken in unserem Landkreis sind von besonderer Bedeutung. Unsere Bahnhöfe in Celle, Unterlüß und Eschede garantieren eine gute Erreichbarkeit unserer Region. Das Angebot wollen wir weiter verbessern – mit einem Viertelstunden-Takt ab Celle und endlich der Verwirklichung des GVH-Tarifs in Eschede und Unterlüß. Gerade die OHE-Güterverkehrsstrecken gilt es zu sichern, auch, um eine mögliche Reaktivierung für den Personenverkehr zu einem späteren Zeitpunkt offen zu halten – besonders im Blick ist hierbei die Strecke Celle-Bergen-Soltau.
Unsere Region ist durch die steigenden Schienengüterverkehre aber auch Belastungen ausgesetzt. Das Dialogforum Schiene Nord hat durch seine Beschlüsse bestehende Strecken auszubauen und seine ausformulierten Bedingungen Maßstäbe gesetzt. Wir wollen diese mit Leben füllen, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehört für uns insbesondere der Lärmschutz an den bestehenden Strecken. In dem von der DB gegründeten runden Tisch für die Region Celle werden wir uns gemeinsam mit den Bürgerinitiativen unserer Region dafür einsetzen.
Genauso wichtig wie die Verkehrsinfrastruktur ist heute allerdings die flächendeckende Versorgung mit schnellen Anbindungen ans Internet. Wir haben mit durchgesetzt, dass der Landkreis in eigener Trägerschaft in unterversorgten Gebieten durch ein FTTB-Netz Glasfaseranschlüsse für jeden Haushalt aufbauen wird. Die Umsetzung werden wir mit Nachdruck begleiten – dazu gehört auch, dieses Netz auszuweiten, insbesondere dann, wenn private Telekommunikationsunternehmen ihre Ausbauzusagen nicht einhalten. Ebenso unterstützen wir den Ausbau von WLAN-Angeboten, insbesondere in öffentlichen Einrichtungen des Kreises und der Städte und Gemeinden – hierfür wollen wir auch das „Freifunk“-Modell fördern.
Der öffentliche Personennahverkehr ist für uns fester Bestandteil der Daseinsvorsorge. Mobilität gehört gerade im ländlichen Raum elementar dazu. Wir sehen den Landkreis als Aufgabenträger dabei in einer besonderen Pflicht: Wir wollen einen attraktiven ÖPNV auf Straße und Schiene erhalten und ausbauen. Dazu gehört für uns die noch bessere Vernetzung von Bus und Bahn mit Metronom und S-Bahn. Dort, wo es möglich ist, unterstützen wir alternative Bedienungsangebote und fördern besonders ehrenamtliche Formen wie Bürgerbusse.
Entscheidend für die Attraktivität ist ein gutes Angebot: Deshalb wollen wir eine Taktausweitung im Busverkehr in den Abendstunden um 2 Stunden forcieren. In der Stadt Celle wollen wir schrittweise eine noch stärkere Taktverbesserung auf den Linien erreichen. Zusätzlich soll durch eine moderne Fahrgastinformation und Barrierefreiheit im ÖPNV dessen Attraktivität erhöht werden.
Wirtschaftliche Potenziale können auch in vormals öffentlich genutzten Gebäuden erschlossen werden: So stehen im Landkreis Kreis- und Landesliegenschaften leer, eine Nachnutzung wird dringend gesucht, um weiteren Substanzverlust abzuwenden. Ideen hierfür können die Einrichtung eines Gründerzentrums oder Gemeinschaftsbüros und -werkstätten für Selbstständige („Co-Working-Spaces“ bzw. „Maker-Treffs“) sein.